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Nur eine Pflanze – eine Geschichte über Cannabis für Kinder

Friday, 23. September 2011 23:26

Beim Durchsehen alter Dateien bin ich über etwas gestolpert, das mir eine “Neuauflage” wert zu sein scheint, nämlich die Übersetzung eines empfehlenswerten Buches über Cannabis für Kinder: “It’s just a Plant – a children’s story about marijuana” von Ricardo Cortes.

Vor ein paar Jahren war ich auf das Buch gestoßen und hatte es als Herbert Gaertner ins Deutsche übersetzt. Die Übersetzung ist seitdem auf der Seite www.nureinepflanze.de.vu online. Durch die Unterstützung eines Kollegen gibt es dort auch eine französische Version des Buches.

Die deutsche Übersetzung des Buches als PDF gibt es jetzt auch hier: “Nur eine Pflanze – eine Geschichte über Cannabis für Kinder”.

Kein Spiel in der abstinenzdogmatischen Liga

In der gedruckten Ausgabe des Buches schreibt Marsha Rosenbaum (Leiterin des Safety First Project (einem drug education project für Eltern) der Drug Policy Alliance, einer NGO mit Sitz in New York, die sich für ein Ende des “War on Drugs” einsetzt) darüber, wie schwierig es für Eltern ist, mit ihren Kindern einen vernünftigen Umgang mit dem Thema ‘(illegale) Drogen’ zu finden. In der Mainstream-Drogenliteratur wird in der Regel die Gefährlichkeit aller illegalen Drogen, insbesondere die von Cannabis, (über-)betont und eine strikte Abstinenzorientierung als einzig richtige Antwort propagiert.
“It’s just a plant” spielt nicht in der abstinenzdogmatischen Liga, sondern transportiert zwei zentrale Botschaften: Cannabis hat eine lange Geschichte und eine Vielzahl von Verwendungen und während Erwachsene es verantwortlich verwenden können, ist es nichts für Kinder.

Neuauflage des Buches zu Halloween

Eine überarbeitete 3. Auflage des Buches wird zu Halloween diesen Jahres veröffentlicht. Vorbestellungen können für 20 $ (derzeit ca. 15 €) über die Homepage zum Buch aufgegeben werden. Eine lohnenswerte Investition, wie z.B. auch die Kommentare bei amazon.com zeigen.

Thema: Anschaulich, Drogen(-Politisch), Pädagogisch | Kommentare (3) | Autor:

Drogentage in der Mopo oder Wieviel lässt sich Hamburg das Verbot von Cannabis pro Jahr kosten?

Thursday, 22. September 2011 23:42

Titel der Print-Ausgabe der Mopo vom 22.09. - "Marihuana..." Die Mopo macht gerade Cannabis-Themenwoche: Gestern wurde mit der Zahl von 100.000 Kiffern in Hamburg getitelt: “So bekifft ist Hamburg”. (Wobei man schon zum ‘Kiffer’ wurde, wenn man nur 1x innerhalb des letzten Jahres Cannabis zu sich genommen hat, aber gut.) Und heute wieder eine Gras-Titelstory: “Marihuana – Warum so viele Hamburger es rauchen – Was die Polizei macht”.

Darüber, was die Polizei denn nun macht, erfährt man im Artikel eigentlich gar nichts. Dort heißt es dazu nur lapidar: „Wie werden Kiffer bestraft? – Meist gar nicht.“ Nur: „Dealer können mehrere Jahre hinter Gitter kommen.“ Aber wie sie dahin kommen und was das kostet? Mopo, wir sind gespannt! Jetzt wären in einer nächsten Ausgabe Infos darüber interessant, was das für einen Umfang an polizeilicher und richterlicher Arbeitskraft in Anspruch nimmt, wie viele Verhaftungen, (fallen gelassene und durchgesetzte) Anzeigen und nicht zuletzt welchen finanziellen Aufwand die Durchsetzung des Betäubungsmittelgesetzes in seiner aktuellen Form für die Stadt Hamburg bedeutet.

In Bezug auf Deutschland gibt es da nicht viel Material. Nach dieser “Schätzung der Ausgaben der öffentlichen Hand durch den Konsum illegaler Drogen in Deutschland” von 2010 geht es  jedenfalls um Milliarden Euro. Und die werden zu einem übergroßen Teil für den ganzen Strafverfolgungsaufwand ausgegeben. Was ist mit Hamburg?

Der Senat wollte doch sparen… Mach’ doch mal jemand eine kleine Anfrage zu dem Thema, oder gibt es da schon einen Stand?

Der sogenannte ‘Krieg gegen die Drogen’ ist ein Krieg gegen Menschen

Zum Vergleich schon mal: Die Zahl der Verhaftungen wegen sogenannter marijuana-related offenses [Delikt, Straftat, Vergehen, Verstoß] lag in den USA im Jahr 2010 laut dem aktuellen Crime Report des FBI bei 853.838. Das sind im Durchschnitt 2300 Verhaftungen, die im Zusammenhang mit Cannabisprodukten wie Haschisch oder Gras/Marijuana pro Tag oder knapp 100 pro Stunde. Seit dem Jahr 2000 waren es ca. 7,9 Millionen. (via AlterNet, Vgl. Encod + Hanfplantage + CopsSayLegalize (LEAP))

Thema: Drogen(-Politisch) | Kommentare (0) | Autor:

“Ich bin für die Freigabe aller Drogen”

Thursday, 14. December 2006 0:38

In der taz NRW von gestern war ein lesenswertes Interview mit Jürgen Heimchen zu lesen, dem Vorsitzenden des Bundesverbandes der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit. J. Heimchen ist 62 Jahre alt und verlor 1992 seinen heroinabhängigen Sohn, nachdem sich dieser nach einer Festnahme wegen eines Diebstahls im Polizeigewahrsam erhängt hatte.

–> zum Interview

Thema: Drogen(-Politisch) | Kommentare (0) | Autor: