Sunday, 14. December 2008 22:33
Am 10.12. folgte ich einer Einladung und besuchte das im Sommer in der HafenCity neu eröffnete Internationale Maritime Museum Hamburg – auch bekannt als Tamm-Museum, so bezeichnet nach seinem Stifter – Peter Tamm.
Das Museum befindet sich in dem historischen Kaispeicher B mit mehreren Tausend Quadratmetern Ausstellungsfläche, der von der Stadt aus öffentlichen Geldern (immerhin 30 Mio. €) renoviert und dann der “Peter Tamm sen. Stiftung” für 99 Jahre in mietfreier Erbpacht überlassen wurde. Freundlicherweise hat die Stadt Hamburg gleich jegliche Einflussnahme auf das, was in dem Gebäude fortan geschieht gleich mit abgetreten. (So läuft das halt mit der Privatisierung öffentlichen Eigentums… (zur Erinnerung: privatisieren: lat.von privare ~ rauben))
Seit Juni 2008 findet sich in dem Kaispeicher nun auf 9 Etagen eine Ausstellung der Modellschiff-, Handwaffen und Militaria-Sammlung Peter Tamms. Ergänzt wird dieses Sammelsurium durch verschiedene Ausstellungselemente, die von Unternehmen wie z.B. dem Logistik-Unternehmen Kühne&Nagel oder dem Luxus-Reiseveranstalter Sea Cloud Cruises gestellt wurden: Public Private Partnership par excellence… Das Bekanntwerden der Ausstellungspläne hatte in den vergangenen vier Jahren verschiedenste Kritik laut werden lassen. So wurde 2006 von der Initiative Tamm-Tamm die Aktion “Künstler informieren Politiker” gestartet (mehr dazu siehe hier). Die aktuelle Gestaltung des Museums ist sicher auch als Antwort darauf zu lesen, wenn auch eine bemühte. Auch bei der Eröffnung des Museums war kreativ protestiert worden (siehe z.B. hier)
Aber zurück zu meinem Besuch (Fotos finden sich hier): [...]